Wie der Lockdown auch uns verschließt

Das Wort Corona hat die Jahre 2020 und 2021 maßgeblich geprägt und für Chaos gesorgt. Neben Lieferengpässen und finanziellen Problemen diverser Unternehmen oder sogar ganzer Sektoren gibt es einen weiteren Aspekt, der für große Bedenken sorgte. Die mentale Gesundheit während des Lockdowns.

Anfangs nahm man an, dass es entspannt werden würde, einfach nur zuhause rumzusitzen und ab und zu mal ein paar Aufgaben zu erledigen. Jedoch wurde man schnell darauf aufmerksam, dass dieses Bild nicht der Realität glich.  

Nach ein paar Wochen merkte man bereits, dass die Langeweile stieg und sich wahrlich bemerkbar machte — man hatte bereits jede Serie und jeden Film geschaut, den man gucken wollte, hatte bereits die Story des Lieblingsspiels durchgespielt und wusste nun nicht mehr, was man noch mit sich selbst anfangen sollte. Aus diesem Grund erkannte man auch immer öfter, dass verschiedene Freunde anfingen, sich mit Hobbies zu beschäftigen, mit denen sie sich vorher nie beschäftigt hätten. Backen, kochen, selbst häkeln wurden immer öfter genutzt, um sich die Zeit zu vertreiben. 

Trotzdem machte sich der Mangel an sozialen Interaktionen bemerkbar. 

Damit stellt sich die Frage: Wie sehr hat die soziale Isolation eigentlich unsere Psyche und unser soziales Verhalten beeinflusst?

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Isolation von Anderen unserer Psyche einen Schaden zugefügt hat, jedoch kann dieser von Individuum zu Individuum variieren. Somit nahmen bei einigen Symptome von Stress, Angst oder sogar Depressionen massiv zu. Dies hat Alle, ohne Rücksicht auf Geschlecht oder Alter, betroffen. Jedoch waren die Auswirkungen auf Personen im Kinder- oder Teenageralter deutlich stärker ausgeprägt, als die von älteren Personen.

Somit konnte man beobachten, dass bei vielen Schüler*innen oft eine gedrückte Stimmung anhielt oder auch die Lust, verschiedene Aktivitäten zu verfolgen, sank. Ebenfalls wurde durch mehrere Tests herausgefunden, dass das Stress-Level von vielen im Lockdown anstieg. 

Natürlich existieren auch in virtuellen Treffen, via Discord zum Beispiel oder auch einem simplen Anruf, Alternativen für persönliche Interaktionen. Doch diese Alternativen können das Gefühl einer richtigen sozialen Interaktion einfach nicht ersetzen.

Dieses Problem ist zurzeit nicht präsent, da wir nicht in einer Lockdown-Phase sind. Das soll aber nicht bedeuten, dass es nie wieder vorkommen kann, obwohl es die Meisten vermutlich nicht hoffen… Somit sollten wir uns alle eine digitale Alternative für die fehlenden Konversationen und Treffen suchen. 

Hoffentlich hat euch dieser Artikel weitergeholfen, die Auswirkungen von Corona wirklich zu verstehen! 

Photo by Erik Mclean on Unsplash

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.