Mach mal Pause!

Warum du beim Lernen ab und zu mal abschalten solltest.

Pausen beim Lernen? Daran denken Viele, mich selbst eingeschlossen, meist nicht. Wir lernen teilweise mehrere Stunden am Stück, ohne dabei mal ein bisschen frische Luft zu schnappen oder das Gehirn allgemein mal zu entlasten. Aber wieso? In Wahrheit sehnen wir uns doch beim Lernen oftmals nach einer Pause, oder nicht?

Die Meisten machen beim Lernen keine Pausen, da man nach einer Pause nicht mehr so einfach in den „Flow“ des Lernens reinkommt. Somit denkt man, dass Pausen nicht effektiv sind, da man immer nur über kurze Zeit nicht wirklich einprägsam lernen kann. 

Dies baut allerdings nur auf dem eigenen Gefühl auf. In Wahrheit lernt man nach einer Pause genau so gut, wenn nicht so gar besser als ohne. Die Konzentrationsfähigkeit lässt über längere Lernperioden stark nach. Somit macht man einfacher Fehler oder fängt an, sich Sachen falsch einzuprägen. Dadurch wird klar, dass Lernpausen von Nöten sind, um wirklich effektiv lernen zu können. 

Ein anderer Grund, welcher dazu bewegt, keine Pausen einzulegen ist, dass Pausen als reine „Zeitverschwendung“ abgetan werden. Doch ganz im Gegenteil! Wie bereits oben erwähnt, sinkt die Konzentrationsfähigkeit bei langen Lerneinheiten. Das heißt, dass man mit Pausen oft schneller fertig wird, als ohne.

Hierbei muss man natürlich auch auf die Länge der eigenen Pause achten und wie man sie verbringt. Fürs erste sollte man seine Pause nicht zu lang gestalten. Eine Pause hilft zwar, das Gehirn anzuregen, jedoch kann man sich mit zunehmender Zeit immer schwieriger dazu motivieren, mit dem Lernen wieder neu anzufangen. Zumal bei einer zu langen Pause oftmals Informationen verloren gehen, da man sie sich noch nicht vollständig eingeprägt hat. 

Für effektive Pausengestaltung sollte man daher ungefähr ⅕ der Lernzeit für Pausen einplanen. Manche schwören auch darauf, die Zeiten in denen man lernt, sowie die Pausendauer mit der Zeit ansteigen zu lassen. Also zum Beispiel 10 Minuten lernen, danach 1 Minute Pause, dann ein 30-minütiger Lernintervall und eine 5-Minuten Pause. Hierbei muss man seine eigene Methode finden.

Grundlegend sollte das Handy beim Lernen oder Pausen machen nicht in Reichweite liegen, da es wie eine „Zeitmaschine“ funktionieren kann. Man möchte eine 5-minütige Pause machen und geht an sein Handy und ohne es zu bemerken sind bereits 30 Minuten vergangen und man hat den Lernstoff vergessen. 

Für eine effektive Pause wäre zum Beispiel körperliche Bewegung angemessen. Damit ist nicht gemeint, dass man direkt mit dem Kraftsportworkout seiner Wahl anfangen sollte. Nur durch das Zimmer gehen reicht bereits. Es ist auch wichtig frische Luft zu schnappen. Solange man beim Lernen nicht bereits das Fenster offen hatte, sollte man dies spätestens in der Pause öffnen. Wenn man gerade in einer längeren Pause ist, kann man auch kurz für einen Spaziergang das Haus verlassen. Oder, vorausgesetzt es ist warm genug, direkt draußen lernen. Auch Powernaps sind hier durchaus möglich. Solange man natürlich nicht vergisst, dabei auch wieder aufzuwachen 🙂

Für Beschäftigungsmöglichkeiten während der Pause gibt es also eine Vielzahl an Möglichkeiten. Hierbei muss jedoch jeder, ähnlich wie bei der Dauer seine eigene Präferenz finden. 

Ich denke hiermit wird klar, dass Pausen bei Lernen nicht nur „Zeitverschwendung“ oder „unnütz“ sind. Im Gegenteil, ich persönlich denke, dass eine Pause beim Lernen ein absolutes Muss ist, vorausgesetzt, man weiß wie. 

Ich hoffe, dass euch die Idee der effektiven Pause ein wenig angesprochen hat und ihr auch mal versucht eine genau so effektive Pause zu machen, wie ihr eine effektive Lerneinheit macht!

Photo by Brett Jordan on Unsplash

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