Wie nachhaltig ist Digitalisierung?

Die zwei „Megatrends“ – Digitalisierung und Nachhaltigkeit – sind sicher jedem von euch bekannt. Doch wie nachhaltig ist die Digitalisierung eigentlich wirklich? 

Ich denke, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit Themen sind, mit denen sich zurzeit viele Jugendliche und Erwachsene auseinandersetzen. Laut dem Physiker Alex Wissner-Gross verursacht eine einzige Google-Suchanfrage fünf bis zehn Gramm CO2. Das klingt vielleicht nicht viel, wenn man diese jedoch auf 3,8 Millionen Suchanfragen pro Minute hochrechnet, ist das schon eine Menge. Die Emissionen, die allein durch Google-Suchanfragen entstehen, sind eine erhebliche Belastung für unsere Umwelt, die es zu vermeiden gilt. 

Was kann man als Einzelne*r dagegen tun? Ich glaube klar ist, dass man allein die Welt nicht verändern kann. Aber wenn jede*r etwas dazu beiträgt, können wir auch was bewirken. Bezogen auf die Nutzung des Internets wären eine Möglichkeit so genannte „energieoptimierte Websites“. Würde man nur noch solche zum Recherchieren zu nutzen hat man schon ein kleines bisschen geholfen. Meist sind diese aber nicht leicht zu Erkennen. Kennt man jedoch einmal die Merkmale einer solchen Seite, ist es auch gar nicht mehr so schwierig sie zu nutzen. Einfacher und bekannter ist die Methode, eine andere Suchmaschine zu verwenden, zum Beispiel Ecosia. Sie finanziert für jede 45. Suchanfrage einen Baum für Aufforstungsprojekte. Seit der Einführung von Ecosia vor 10 Jahren, sind damit schon um die 60 Millionen Bäume gepflanzt worden. Sobald du dort eine Suchanfrage eingibst, hast du geholfen einen Baum zu pflanzen und unterstützt so ganz einfach die Umwelt. 

Von der Vergrößerung unseres CO2- Fußabdrucks mal abgesehen ist Digitalisierung auch ein erheblicher Kostenfaktor. Der ohnehin weltweit steigende Energieverbrauch wird immer teurer. Dafür gibt es nicht direkt eine Lösung. Viele versuchen Energie zu sparen oder mit Hilfe von „Green IT-Konzepten“ regenerative Energien zu nutzen. Dank dieser Konzepte konnten, z.B. bereits die Energiekosten für regenerative Energien in den USA gesenkt werden. Das klingt vielleicht so, als würde uns das nicht helfen, aber das tut es. Jedes Land, jede Stadt und jeder Mensch kann nachhaltig leben und der Umwelt helfen.

Gerade im Homeschooling wären wir ohne Computer wohl ziemlich aufgeschmissen, denn er vereinfacht Vieles. So kann er auch dazu beitragen, CO2 zu sparen. Will ein Unternehmen zum Beispiel ein internationales Meeting durchführen, so geht dies, dank der Computer, über eine Videokonferenz. Es müssen also nicht alle Beteiligten mit dem Flugzeug an einen Ort fliegen, was enorm CO2 spart. 

Ein weiteres Problem der Digitalisierung ist der Konsum von elektronischen Geräten. Schaut man in seine eigene Freundesgruppe oder Familie, gibt es doch bestimmt den ein oder anderen, der immer das neueste Handy hat. Aber muss das denn unbedingt sein? Reicht es denn nicht, sich ein neues Handy zu kaufen, wenn das Alte kaputt ist? Würden wir uns nur dann in neues Smartphone kaufen, wenn wir es wirklich benötigen, dann wären wir alle schon etwas besser, denn in Handys sind seltene Erden enthalten und wo diese abgebaut werden wird später wahrscheinlich nie wieder etwas wachsen können. Umso weniger Smartphones wir also verbrauchen, umso weniger solcher Erden werden verbraucht bzw. abgebaut. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Digitalisierung ihre Lösungen in ihren Problemen hat. All das was sie an CO2 verursacht, spart sie an anderer Stelle wieder ein. Es ist also nicht nur einen Blick wert, Digitalisierung und ökologische Nachhaltigkeit miteinander zu verbinden, sondern auch zwingend notwendig. Die Umwelt schlägt keine Kompromisse ein, aber da wir auf sie angewiesen sind, sollten wir die bereits bestehenden Ideen zur Verbesserung der nachhaltigen Nutzung von Digitalisierung weiter fördern. Eine einzelne Person kann das Ruder vielleicht nicht rumreißen, aber sie kann eine wertvolle Idee liefern, die andere dann zusammen verwirklichen können. Es liegt an jeder einzelnen Person genauso wie an uns allen gemeinsam, wohin es mit der Digitalisierung gehen wird.

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