Deutsch-Russischer Schüleraustausch 2019

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(Herzlich willkommen in Deutschland!)

Ein Bericht zum Schüleraustausch des Gymnasiums Sankt Augustin zu Grimma mit Kasan

Nach einem emotionalen Abschied am Flughafen in Kasan im April 2019 und weiteren sieben Monaten der Vorfreude durften wir am 3. November unsere Gäste und Freunde aus Russland in Berlin Schönefeld wieder herzlich willkommen heißen. Aufgeregt begrüßten wir die 18 Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrerinnen des Gymnasiums № 94 aus Kasan.

Da unsere Gäste nun bereits in Berlin waren, lernten sie die Hauptstadt während einer Stadtrundfahrt kennen. Besonders beeindruckten sie dabei das Brandenburger Tor und die Straße des 17. Juni, wo die Vorbereitungen zum 30. Jahrestag des Mauerfalls zu beobachten waren. Die zahlreichen Aufsteller wurden gelesen und die Markierungen des früheren Mauerverlaufs häufig entdeckt und besprochen. Im Tiergarten besuchten wir ein sowjetisches Ehrenmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. In Berlin gibt es mehrere sowjetische Gedenkstätten – die bekannteste ist das Treptower Ehrenmal, welches wir 2016 besuchten.

Die folgenden Tage begannen für unsere Gäste ungewohnt früh, da zunächst der Besuch des Unterrichts anstand, gefolgt von einer Schulbesichtigung sowie einem Stadtrundgang in Grimma, welcher besonders die Ereignisse der Reformation beinhaltete, die zum Projektthema „500 Jahre Reformation“ passten. Eine Exkursion führte in die Lutherstadt Wittenberg, die unsere Gäste nicht nur als Zentrum der Reformation kennenlernten, sondern damit verknüpft auch Luthers Bedeutung für die Entwicklung der deutschen Sprache, welche unsere Gäste als Fremdsprache lernen. 

Doch eines darf auf dem Programm des Schüleraustausches definitiv nicht fehlen: Ein Besuch von Dresden als unsere Landeshautstadt. Wir erlebten zwei Stadtführungen, wobei ich selbst an der russischen Führung teilnahm, die kurzweilig und jugendgemäß verlief. Dabei wurden viele Fragen gestellt, die das Interesse der Gäste zeigten. Im Landtag hatte die Gruppe dann Gelegenheit, in einem Gespräch mit Svend-Gunnar Kirmes Fragen zu stellen. Es war eine lebhafte Diskussion, so dass die Zeit wie im Flug verging. Eine Führung mit Erläuterungen durch den Landtag rundete den Besuch ab. Während einer Stadtbesichtigung in Leipzig erkundeten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam die Stadt, wobei die Freizeit zum Einkaufen von Souvenirs genutzt wurde. 

Der Tag endete mit dem Besuch des lyrischen Märchens „Rusalka“ in der Oper, dem als Inspiration „Die kleine Mehrjungfrau“ zugrunde liegt. In Bad Lausick besuchte die Gruppe ein Orgelkonzert mit Kirchenführung. Besonders interessierten die Schülerinnen und Schüler der Aufbau und die Funktionsweise der Orgel.

Die Klavierspieler unter uns durften auch selbst einmal darauf spielen – ein unvergessliches Erlebnis.

Auch Sport und Spiel kamen nicht zu kurz – so standen auch ein Besuch im Freizeitbad Riff und ein Bowlingnachmittag in Grimma auf unserem Plan.

Das Projektthema des Schüleraustausches „500 Jahre Reformation“ wurde auch künstlerisch umgesetzt, indem die Schülerinnen und Schüler mit einer Ritztechnik Postkarten nach Skizzen der Klosterruine Nimbschen anfertigten. So konnte jeder ein selbst gestaltetes Souvenir mit nach Hause nehmen.

Abgerundet wurden die erlebnisreichen Tage des Schüleraustausches mit einem gemeinsamen Abschlussprogramm. In familiärer Runde lauschten wir den musikalischen Beiträgen sowie einer lustigen Neuauflage des Märchens „Der dicke, fette Pfannkuchen“.

Viel zu schnell hatte auch dieser Schüleraustausch ein Ende, denn bereits am 12. November mussten wir uns von unseren liebgewonnenen russischen Freunden verabschieden. Nun hoffen wir alle auf ein baldiges Wiedersehen.

M. Mühlner

20.11.2019

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